Bekannte und sehenswerte Orte auf Fuerteventura

Reiseführer gibt es eigentlich ja genug. Dennoch können auch wir unsere Meinung nicht für uns behalten.

Gibt es Orte auf Fuerteventura, die man sehen muss?

Hier der Playa Sotavento mit seinem ca. 30 Kilometer langem Sandstrand zum Wandern, Relaxen oder Surfen zwischen Costa Calma und Morro Jable. Dort die einzigartige Vulkanlandschaft Richtung La Pared und Bentacuria. Und hier wieder diese beeindruckenden Strand und Dünenlandschaften bei Corralejo. Wir selbst finden die Landschaft von Fuerteventura wunderschön und empfehlen daher jedem Besucher, ruhig einmal seine komfortable Unterkunft und die traumhaften Strände für ein paar Stunden zu verlassen. An dieser Stelle möchten wir Sie lediglich etwas neugierig machen und für die eine oder andere kleine Insel-Tour animieren.

Playa oder Puerto Rosario? Pool-Urlaub oder Pajara?

Surfen. Ziegenkäse. Frischer Fisch am Strand. Aloe Vera. Gofio. Kaktusmarmelade. Windmühlen. Kamelreiten. Wellenreiten. Inselgeschichte. Beste Strände. Einkaufsmöglichkeiten. Jeep-Touren. Wandern. Vulkandlanschaften. Ab durch die Wüste. Raus aufs Meer. Kurz gesagt. Das alles und noch viel mehr hat auf Fuerteventura seinen Platz.

Wer sich auf die Insel einlassen kann und die Energie der Landschaft spürt, wird auch vieles Entdecken, was andere Augen nicht sehen. Wenn Sie gerne fotografieren werden Sie sich hier über das geniale Licht freuen. Faszinierend sind die Farbpaletten bei Sonnenuntergängen. Wer das Glück hat eine sternenklare Vollmondnacht auf Fuerteventura zu erleben, sollte unbedingt am späten Abend oder zum Mondaufgang noch mal ans Meer gehen. Dann sind die Lichtspiegelungen des Vollmondes auf dem Wasser einfach faszinierend schön.

Und nun ein paar persönliche Eindrücke und Geschichten zu den bekannteren Orten auf Fuerteventura.

Ajuy…“huiiiijuiiiijuiiii“! Was für eine Brandung!

Ajuy auch Puerto de la Peña genannt ist ein kleines irgendwie noch immer recht verschlafen wirkendes Fischerdörfchen. Wenn man überlegt, daß hier vor ca. 500 Jahren, zur Zeit des Erobers Jean Béthencourt, der wichtigste Hafen der Insel lag, dann wundert man sich schon, wieso sich dieser Ort scheinbar nicht wesentlich weiterentwickelt hat. Statt Seefahrer und Piraten treffen heute täglich ein paar Touristen ein und genießen in der kleinen Bucht frischen Fisch am oft aufbrausenden und wilden Meer. Die kleine Bucht hat einen schwarzen Vulkanstrand, der aufgrund starker Brandung und Strömung nicht zum Baden geeignet ist.

Die Brandung und Strömung an der Westküste von Fuerteventura haben es in sich.Und wer meint, er wäre dennoch ein super Schwimmer, der sollte sich den Namen des Strandes wirklich verinnerlichen. “Playa de los Muertos” (Der Strand der Toten), was historisch gesehen auf zahlreiche tragische Schiffsunglücke an dieser Stelle Fuerteventuras verweist. Also – lieber an der rechten Seite den Weg zu den Höhlen von Ajuy einschlagen: zu zwei großen Höhlen, die man jedoch bei rauer See ebenfalls eher meiden sollte. Der Ort liegt nun mal an der wilden Westküste Fuerteventuras, die sich mit dem seichten Atlantik an der Costa Calma, bei Jandia und Morro wirklich nicht vergleichen lässt. Man erreicht Ajuy über eine etwa 7 Kilometer lange Straße, die aus Pajara kommend in Richtung La Pared rechts abzweigt.

Antigua – Es sieht hier so aus wie es klingt. Leicht antik.

Dieser Ort ist zugleich Verwaltungszentrum der gleichnamigen ältesten Gemeinde der Insel und war sogar einmal kurzzeitig nach Bentacuria Inselhauptstadt. Er wurde aber von Puerto Rosario bereits 1835 abgelöst. Wenn man nach altem Glanz sucht, dann findet man diesen recht bescheiden in großen Windmühlen und hier und da noch erhaltenen Gutsherrenhäusern, u.a.in einer Jugendstilvilla aus dem 19. Jahrhundert. Neuer Glanz macht sich jedoch rar. Es gibt keine Hotelanlagen und auch keine Shopping-Center und man hat den Eindruck, die Zeit ist hier einfach ein wenig langsamer vorangeschritten. Fazit: einfach wohltuend! Dafür hat sich Antigua ein wenig der Kunst und dem Kunsthandwerk verschrieben – eine interessante Statue mit zwei Händen und ein großer Queso Majojero zeugen davon.

Die Molino de Antigua, eine der Windmühlen, die den wirtschaftlichen Aufstieg Antiguas vorangetrieben hat, beherbergt heute ein Kunsthandwerkszentrum und eine Ausstellungen. Hier kann man so einiges über die landwirtschaftliche Geschichte Fuerteventuras erfahren und jeden 2. Sonntag im Monat gibt es hier auch von ca. 10:00 – 14:00 einen Markt für Kunsthandwerk. Sie mögen Kirchen-Besuche? Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Iglesia Nuestra Señora de la Antigua hat immerhin eine Holzdecke aus kanarischer Kiefer zu bieten. Schauen Sie mal rein, wenn sie denn geöffnet ist. Im Mai findet in Antigua eine schöne Kunsthandwerksmesse statt und Anfang September ein Fest zur Schutzheiligen des Ortes.

Betancuria – Tatsächlich nur ein Ort und keine Oper.

Ben-taa-cuuu-riaaaaa. Das klingt irgendwie schon wie Musik – oder? Auf jeden Fall findet man hier in der Tat eine gewisse architektonische Harmonie und Ansätze von Insel-Romantik, die man auf Fuerteventura eigentlich kaum vermutet hat. Die ehemalige Inselhauptstadt wurde 1405 vom dem, im Auftrag der kastilischen Krone sich herumtreibenden Eroberer Jean de Béthencourt und seinem Gefährten Gadifer de La Salle gegründet Ähnlich wie es die “deutschen Eroberer” in den 1980er Jahren machten – und mit ihren eigenen Architekten und deutschen Handwerkern größere Ferienhäuser bauten – ließ auch Béthancour seine Arbeiter aus der Normandie kommen, um die Hauptstadt aufzubauen. Aber wie es so ist. Nichts ist für die Ewigkeit.

Fast 200 Jahre später bekam man erneut ungewollten Piraten-Besuch und der siegreiche Ober-Pirat Jabán Arráez versklavte pflichtbewusst zunächst die Einwohner und ließ im Anschluss zur Feier des Ereignisses viele der Bauten abfackeln. Aber auch er sollte sich damit nicht verewigen können. Denn diese Gebäude werden seitdem über Jahrhunderte hinweg von den Majoreros konsequent wieder aufgebaut. Bis heute. Respekt. Eine stolze Leistung wie wir meinen.

Die Anfahrt nach Betancuria erfolgt von Pajara über eine recht kurvenreiche Straße hinunter in ein Tal. Besonders im Winter merkt man, dass die Gegend hier sehr fruchtbar ist. Dann kann es sogar sein, dass Sie von grünen Wiesen empfangen werden und der Weizen sprießt. Die Fassaden der Häuser sind hübsch in weiß gehalten. Viele Palmen und en paar kleinere Gärten verwandeln den Ort in eine gewisse Idylle. Natürlich gibt es auch hier wieder Kirchen und Kapellen. Die Kapelle San Diego de Alcala (Capilla San Diego de Alcala) wurde dem heilig gesprochenen Franziskanermönch San Diego gewidmet und die Marienkriche Iglesia de Santa Maria (Iglesia Nuestra Senora de la Concepcion) wurde 1424 zu ersten kanarischen Kathedrale umgewandelt.

Vor etwas mehr als 20 Jahren wurde der Ortskern komplett unter Denkmalschutz gestellt. Sehenswertes ist u.a. auch das Casa Santa Maria – ein äußerst hübsch restauriertes Anwesen aus dem 16. Jahrhundert, das ein gleichnamiges Restaurant beinhaltet. Hier kann man leckere spanische und kanarische Gerichte essen und die aufwendig restaurierten Holzdecken bewundern. Wenn Sie auf der Terasse Platz nehmen, können Sie einen herrlichen Blick über Betancuria und das gesamte Tal genießen, im Innen-Hof ist es dagegen schön schattig und frisch. Für die altkanarische Geschichte und das Kunsthandwerk (wie Korbflechten, Weben, Sticken und Töpfern) stehen die Werkstätten der Casa Santa Maria und das Heimatmuseum Casa de Bentacuria Zeitzeuge. Vor dessen Tür steht auch die erbeutete Kanone in der berühmten Schlacht von Tuineje aus dem Jahr 1734. Etwas außerhalb von Bentacuria erreichen Sie den Mirador de Morro de Vellosa. Von hier oben aus genießen Sie einen beeindruckenden Ausblick auf die Landschaft. Dieses Bauwerk wurde von Blanca Cabrera errichtet – unter der künstlerischen Leitung ihres Onkels, dem Künstler César Manrique aus Lanzarote.

Caleta de Fuste – Sag mir Deinen Namen und ich sag Dir wer Du bist.

Caleta de Fuste – über diesen Ort streiten sich die Geister. Das in diversen Websites teilweise auch als Caleta de Fustes, Costa Caleta, El Castillo oder Castillo de Fuste genannte Reisegebiet liegt an der Ostküste der Insel unweit des Flughafens. Die nördliche Region nennen die meisten jedoch Caleta de Fuste, während die etwas südlichere im Grunde als El Castillo bekannt ist. Wie auch immer – es ist das drittgrößte Ferienzentrum der kanarischen Ferieninsel und gut geeignet für einen, vor allem preiswerteren Urlaub, mit Kindern. Das ist mal höflich ausgedrückt. Die vor einigen Jahren hübsch angelegte Hafenpromenade von Caleta de Fuste am Castillo (auch eine Möglichkeit, den Ort zu beschreiben) lädt zu kurzen Spaziergängen ein. Das Wasser ist auf jeden Fall auch hier sauber, der Sand ist schön hell und der kleine Sandstrand, der mittlerweile auch künstlich vergrößert wurde, verläuft flach ins Wasser hinein.

Gerne wirbt man mit einem großen Shopping Center, mit Kino (gegenüber der alten Festung Hornos de Cal de La Guirra), einem kleinen Yachthafen mit Promenade und dem Fuerteventura Golf Resort. Die Kritiker finden es hier jedoch etwas überfüllt und landschaftlich gesehen recht trostlos. Außerdem ist der Ort nur wenige Kilometer vom Flughafen Fuerteventuras entfernt und befindet sich in der direkten Einflugschneise. Was die einen nicht als Fluglärmbelästigung empfinden macht andere jedoch erstrecht urlaubsreif. Außerdem ist die jüngste Bebauung und Investitionsgeschichten an diesem Ortes nicht nur mythenreich (angeblich sind hier nach der Wiedervereinigung Deutschlands zahlreiche Gelder von ostdeutschen und osteuropäischen Geheimdiensten in den Grundstückskauf geflossen wie auch der “Spiegel” vor Jahren schon schrieb) sondern auch recht unorganisch gewachsen. Das hat zu einer teilweise doch recht faden und übersichtlichen Struktur mit entsprechender Atmosphäre geführt. Qualitätstourismus sieht eigentlich etwas anders aus – auch wenn an der Hauptstrasse Richtung Süden eine großer Golfplatz mit immensem Aufwand für die Wasserversorgung entstand.

Costa Calma – Strand ohne Ende bis nach Morro Jable.

Costa Calma – ist eine stetig wachsende Feriensiedlung im Süden der Insel, am Beginn der Halbinsel Jandia, und gehört seit den frühen 70ern zu den beliebtesten Ferienorten auf Fuerteventura: mit vielen Hotels, Restaurants, Bars, Einkaufsmöglichkeiten, Sport- sowie Freizeitangeboten. Durch die Mitte des Ortes verläuft, entlang der Hauptstraße ein breiterer Grüngürtel – neuerdings mit einer langen modernen und hell beleuchteten Promenade versehen. Fährt man Richtung Morro Jable befinden sich auf der linken Seite zum Meer hin viele Hotels und Appartementanlagen, die in den letzten Jahren neu gebaut wurden. Teilweise recht komfortabel und modern. Auf der rechten Seite befinden sich ebenfalls Hotels und Appartements älteren Semesters – jedoch auch Wohngebiete der Einheimischen und Hotelangestellten.

Sogar ein kleines Luxusvillen-Viertel ist hier entstanden. Wer das gewisse Kleingeld hat kann sich hier für viel Geld nette Immobilien erwerben. Außerhalb Costa Calmas befindet sich eine beeindruckende Windkraftanlage im großen Vogelschutzgebiet. Der Strand an der Costa Calma verläuft sehr flach in den schönen, klaren Atlantik hinein und ist deshalb so beliebt. Das Meer ist hier nicht wild und daher ideal geeignet für einen Familienurlaub mit Kindern und für kilometerlange Wanderungen in südwestliche Richtung. Wer sich was vornimmt kann stundenlang bis nach Morro Jable laufen und dann von dort ein Taxi für den Rückweg nehmen.

Nicht weit von Costa Calma gelegen, passieren Sie beeindruckende Dünenlandschaften und ein ideales Surfgebiet in dem jährlich im August die berühmten Surf- und Kiteboard Weltmeiterschaften stattfinden. Über diese wird auch jedes Jahr viel im deutschen Fernsehen berichtet und sie sind für Fuerteventura eine perfekte weil kostenlose Werbung. Costa Calma kann man schon als einen rein künstlich entstanden Touristenort beschreiben – der aber dennoch in den letzten Jahren immer bemüht ist, etwas hübscher zu werden und sich eine Struktur zu geben. Das sieht nicht jeder so – aber verglichen mit den Bausünden vieler Touristenzentren in Spanien, ist dieser Ort noch immer die “Unschuld in Person”. Und wir hoffen, dass sich das auch in den nächsten Jahren nicht ändern wird.

Cofete und Puertito – Geheimnisvoll. Wild. Unberührt.

Cofete liegt geheimnisumwittert an einer der abgelegensten Ecken der Insel, den Sie am besten mit einem Jeep erreichen, aber durchaus auch mit einem normalen PKW. Am Ziel angekommen fragen sich manche was sie hier eigentlich „suchen geschweige denn schön finden sollen“, während andere ein besonderes Kribbeln verspüren. Sie glauben, sie seien hier am Ende oder vielleicht doch Anfang der Zivilisation angelangt. Ja – ohne Zweifel – es ist öde hier. Einsam. Karg. Und spektakulär – vor allem die lange, unberührte Strandlandschaft mit dem Bergpanorama und der sagenumwobene Villa Winter. Und wenn hier nicht immer wieder leichtsinnige Touristen aufgrund der meterhohen Brandungen und der extrem heimtückischen Strömungen ertrinken würden wäre es wohl der friedlichste und schönste Platz der Welt.

Playa de Cofete ist gerade wegen der Unberührtheit und schroffen Wildheit, der spärlichen Vegetation, den verloren wirkenden Ziegen und der wüsten- und mondähnlichen Landschaft eine beeindruckende Naturlandschaft die zum Glück unter Naturschutz steht. Wer einmal die Einsamkeit und Einöde fernab von seinen sicheren und perfekt bespaßten Hotelanlagen sucht, der wird vielleicht ja auch begeistert sein: von diesem aufregenden Gegenpol zu den „gemütlichen“ Badestränden der Insel. Auf jeden Fall aber wird er mit einem sensationellen Weitblick über den Atlantik belohnt.

Der Strand ist hier vor allem eines – mysteriös und geheimnisvoll. Meist Menschenleer – total verlassen und doch wunderschön. Aber bitte kommen Sie nicht in den Versuch hier zu baden. Auch nicht bis zur Hüfte und passen Sie auf Ihre Kinder immer gut auf. Baden ist hier wirklich nicht nur gefährlich sondern kann tödlich sein. Machen Sie lieber einen langen Spaziergange an diesem kilometerlangen Strand und erleben Sie die Kraft des Meeres aus sicherer Distanz – die hohe und gefährliche Brandung, wie die Wellen vor dem Ufer brechen und dann mit Wucht über den Sand dahin rasen.

Im Hinterland erstreckt sich das massive Gebirge von Jandia mit dem höchsten Berg der Insel, der fast 800 Meter in die Höhe ragt und an dem sich die Wolken scheinbar nicht vorbei mogeln können. Sie erreichen Cofete von Morro Jable aus. Fahren Sie zum Hafen und biegen sie ca. 500 Meter vor dem kleinen Kreisel rechts ab. Die Straße ist auf den ersten Kilometern noch asphaltiert aber wird dann rasch zur fiesen Schotter- und Hubbelpiste. Ca. 10 km lang werden Sie dann hin und hergerüttelt, bis Sie zu einer Gabelung kommen. Link sehen Sie ”Puertito” und rechts fahren Sie nach “Cofete” – weitere 7 km „Ziegenpfad“. Ein Geländewagen ist nicht zwingend erforderlich, aber einfach ratsam! In Puertito können Sie übrigens in einem kleinen Restaurant sehr gut essen. Gerne sagen wir Ihnen wo und was genau.

Bei Puertito, auch Puerto de La Cruz de Fuerteventura, liegt das „Touristenzentrum“ der Einheimischen, die hier ihre Wochenend- und Ferienhäuser haben. Und diese werden in den letzten Jahrzehnten sogar zunehmend komfortabler. Der Ort ist zum Glück vom Tourismus in keiner Weise erschlossen. Es gibt hier keine Hotels oder Geschäfte, aber ein gutes Restaurant.

Corralejo – Für die Nordfraktion der Futerteventura-Fans.

Corralejo liegt im Norden von Fuerteventura. Und wärhend es viele Deutsche in den Süden zieht, bevorzugen viele Engländer und Holländer diese Region. Dennoch – auch Deutsche mögen vor allem die spektakuläre Dünenlandschaft vor Corralejo mit ihrem atemberaubenden Blick auf die Nachbarinseln. Das zweitgrößte Ferienzentrum der Insel hat einen großen Hafen von dem aus Sie mit Fähren ganz rasch in Richtung der großen un berühtmen Schwester Insel Lanzarote oder der kleinen, unter Naturschutz stehenden Insel Los Lobos fahren können.

Der Tourismusboom hat Corralejo in den letzten Jahren stark verändert und das findet nicht bei jedem Anklang. Die besonderen Anziehungspunkte sind natürlich die einzigartigen Wüstenlandschaften mit den Wanderdünen direkt am Meer. Hier können Sie baden und noch besser Surfen. Die wilde Brandung ist hier genau das, was ein echtes Surferherz höher schlagen lässt. Sie finden zahlreiche Surfshops, – Bars- und -Schulen, aber auch Taucher schätzen hier besonders die Meerenge El Río, die neben ihren starken Unterwasserströmungen auch eine einzigartige und bunte Unterwasserwelt bietet.

Das nach wie vor im Trend liegende Kiteboarding findet am Playa del Medano statt. Familien mögen neben dem schönen Meer auch einen Abstecher in den Wasser- und Freizeitpark Baku im Norden der Stadt. In der Innenstadt warten viele Straßen mit den üblichen eher am Massengschmack orientierten touristischen Angeboten auf. Noch immer beliebt ist ist die kultige „Waiki Strand-Bar“ mit Blick auf Los Lobos. In Corralejo gab es im 17. Jahrhundert noch ein wilden Piraten- und Schmugglerhafen und man hat auch heute im 21. Jahrhundert manchmal das Gefühl, dass dieser wilde und freibeuterische Geist bis heute seine Auswirkungen auf die Region genommen hat. Die ersten Landverkäufe an ausländische Tourismusunternehmen in Belgien, Holland und Deutschland führten rasch zu scheinbar ungezügelten und unkontrollierten großen Appartementanlagen und Hotels. Immer mehr Anlagen folgten, ohne ein wirkliches gestalterisches Tourismus-Konzept entdecken zu können, u.a. auch mit einem, nach heutigen Maßstäben, doch recht unglücklichen Beton-Hotel-Komplex, der an dem wunderschönen Dünengebiet Parque Natural südlich von Corralejo liegt. Leider noch kurz vor Einrichtung des Naturparks gebaut.

Cotillo – Lange Zeit ein Geheimtipp für Individualisten. Heute schon bekannter, wie man sieht.

Cotillo ist auch eines dieser einstigen Fischerdörfchen und liegt im Nordwesten Fuerteventuras. Man erreicht den Ort von Corralejo recht schnell. Hier konnte man vor wenigen Jahren, streckenweise noch kanarische Ur-Atmosphäre der “Vor-70er-Jahre” genießen. Das aber hat sich „ausgeurt“. Und dennoch – obwohl sich auch dieser Ort fleissig touristisch weiter entwickelt hat, kann man sagen, er hat er dies mit einem gewissen gestaltersichen Konzept getan. Nördlich des Ortes setzt der Faro de Toston, ein alter Leuchtturm sein Zeichen und für Strand-Genießer befinden sich rechts und links des Turmes viele kleine, beliebte Strandbuchten, die durch Lava-Klippen voneinander getrennt sind und zum Baden einladen.

Bei Surfern sehr beliebt ist die Playa del Castillo – etwas westlich des Orte. Der Strand ist hier lang und hell und die Brandung ist so wild wie es Surfer-Profis nun mal mögen. Aber auch für Cotillo gilt – wie nun mal für die gesamte Westküste – Vorsicht beim Baden. Auf keinen Fall sollte man wegen der starken Strömungen zu weit ins Meer hinaus schwimmen und nicht selten reißt es hier „gestandene und sportliche Männer“ um – und das bei einem Meeres-Pegel gerade mal auf Hüfthöhe. Leider kommt es jedes Jahr immer wieder zu tötlichen Unfällen. Eigentlich unverständlich. Aber oft ist es ein gewisser Leichtsinn und Übermut und manchmal einfach Unerfahrenheit und Unwissenehit, daß der Atlantik an der Westküste Fuerteventuras eben keine „Badewanne“ ist, wie man Sie z.B. an den meisten Stränden am Mittelmeer vorfindet.

Giniginamar – Liegt auf Fuerteventura wie am Meer vergessen.

Giniginamar, das nur wenige Kilometer von Tarajalejo entfernt liegt, ist ein irgendwie eigentümlicher Ort. Ein wenig verträumt, verschlafen und obwohl doch so schön am Meer gelegen, wirkt der Ort meist recht verlassen und einsam. Der auch hier recht schöne schwarze Lavastrand wird meist nur von Einheimischen besucht. Auf dem Weg nach Giniginamar sehen Sie ein paar abgelegene alte Häuser, Palmen, Kakteen. Im Dorf selbst gibt es ein schönes kleines Restaurant, Hotelanlagen und Appartements eher nicht, jedoch Ferien-Häuser und Bungalows von Einheimischen und Ausländern.

Gran Tarajal – Die schöne, kleine Hafenstadt mit breitem Sand- und Bade-Strand direkt vor der Haustür.

Gran Tarajal ist eine kleine Hafenstadt mit einer sehr hübschen und gepflegten Promenade. Für Individualreisende ist der Ort ein echter Geheimtipp, da er weniger touristisch geprägt ist und hier fast nur Einheimische leben. Das Zentrum von Gran Tarajal ist sehr gepflegt. Modern, lebendig und es gibt hier viele kleine Läden, Boutiquen, Banken, Supermärkte, Apotehken, Bars und Restaurtants. Die kleine Stadt mit ihrer günstigen Lage bietet zwei hervorragende Restaurants und ist auch bei Familien beliebt wegen dem angenehmen Strand. Außerdem ist der Ort sehr lebendig und familienfreundlich.

Jandia – Willkommen bei der Südfraktion der Fuerteventura-Fans.

Jandia gehört wie Costa Calma zu den beliebtesten Ferienorten im Süden der Insel von Fuerteventura. Der Grund ist offensichtlich – denn auch hier begiestern die scheinbar endlosen, hellen Sandstrände des Playa del Matorral die Urlauber. Nicht nur tagsüber – sondern auch mit einer beeindruckenden Abendstimmung. Wenn Sie die große Hotelanlage Iberostar auf der linken Seite passieren, fahren Sie einen kleinen Hügel hinunter direkt auf „das Jandia“ zu, das den meisten Touristen am bekanntesten ist. Schon sehen Sie was Sie in ihrem Urlaub hier erwartet. Der breite Strand, das hellblaue und türkisfarbene Meer und das Naturschutzgebiet rund um den berühmten Leuchtturm „Faro“ heißen Sie herzlich Willkommen.

Ein riesiges Walskelett auf der linken Seite markiert quasi den Ortsanfang. Etwas weiter rechts beginnt eine der ersten großen Touristen-Anlagen, das als „Stella Canaris“ Geschichte geschrieben hat. Es beherbergt Hotels, Appartements, Villen und Bungalows und ist mit über 20.000 Palmen fast schon ein tropischer Park. Die Anlage stand Jahre still und wurde kürzlich von einem Konzern neu erworben.

In Jandia selbst führt mittlerweile eine breite „Palmen-Allee“ – die Avenida del Saladar – direkt weiter nach Morro Jable. Auf der rechten Seite finden Sie die berüchtigte Shoppingmeile, an der sich viele Restaurants, Geschäfte, Hotels und sogar kleine Spielhallen aneinanderreihen. Auf der linken Seite zieht sich eine breite und lange Promenade von Morro Jable bis hin zum Aldiana Club. Hier können Sie wunderbar Joggen und Spazieren gehen, Fahrradfahren oder mit Inline-Skates fahren.

Im Cosmo Shopping Center, das sich gegenüber dem Robinson Club befindet, laden weitere Geschäfte und viele Bars ein – auch mit Internetcafe. Neben dem Center, auf einem kleinen Parkplatz findet der Afrika-Markt statt auf dem fast ausschließlich afrikanischer Schnick-Schnack und diverses Schmuckhandwerk angeboten wird. In Jandia finden Sie eigentlich alles was das Touristenherz begehrt: Tauch- und Surfschulen, Autovermietungen, Touren-Shops für Katamaran- und Segel-Trips, Jeep-Safaris, oder Fahrten zum Oasis Park, der mit hunderten von exotischen Tierarten aufwartet sowie Europas größtem Kaktusgarten, Tiershows und Kamelreiten. Besonders beliebt bei Fussballfans sind die „deutschen Bier-Kneipen“ im Cosmos Center sowie auch die vielen Kneipen unter freiem Himmel in der Nähe der großen Touristenanlagen.

Lajares – Kleine Geschichtsstunde auf Fuerteventura gefällig?

Lajares ist ein kleiner, hübscher Ort im Norden Fuerteventuras. Sie können aus der Ferne schon die gut erhaltenen Windmühlen sehen, von denen es im Norden früher sehr viele gab. Diese Windmühlen zeigen, dass es hier früher eine durchaus üppigen und wirtschaftlich bedeutenden Landwirtschaft gab. Im 21 Jahrhundert pflegt man hier jedoch das Kunsthandwerk und in der Kunsthandwerkschule „Escuela de Artesania Canaria“ erwarten Sie kanarische Stickereien, Keramik- und Korbwaren.
Ansonsten passiert hier aber nicht besonders viel, wovon auch die vertrockneten Palmen ein Lied singen können. Außerhalb von Llanos de la Concepcion, nah bei Valle de Santa Ines ist jedoch das „La Casa de Queso“. Hier lohnt sich der Kauf von frischem Ziegenkäse. In der Nähe befindet sich auch die Mühle von Antigua ‘Molino de Antigua’, bei der die Besucher in einer Galerie mehr über die Geschichte und Entwicklung der der Landwirtschaft auf Fuerteventura erfahren können.

Llanos de la Concepcion – Und weiter geht es.

Llanos de la Concepcion hat nicht viel zu bieten. Eine Dorfstrasse hier. Windmühlen dort. Helle Steinhäuser. Und die Kakteen und Palmen scheinen sich auch zu langweilen. Außerhalb des Ortes lohnt sich der Rast, nahe Valle de Santa Ines, beim „La Casa de Queso“. Hier können Sie frischen Ziegenkäse der Insel erwerben. Lecker! Nahe des Ortes finden Sie auch die Mühle von Antigua ‚Molino de Antigua‘. In einem Laden für Kunsthandwerk präsentiert eine Galerie die Geschichte der Mühlen und der Landwirtschaft aufFuerteventura.

La Lajita – ruhiges Fischerdorf mit einem beliebten Nachbarn.

La Lajita verdankt seine Bekanntheit natürlich dem beliebten Naturpark „Oasis Park“, der viele Insel-Gäste durchaus beeindruckt und sich in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert hat. Es ist ein liebevoll und sehr gepflegter Tier- und Pflanzenpark mit hunderten von Tierarten und Europas größtem Kaktusgarten. Das mag für viele langweilig klingen – ist es aber in der Tat nicht. Die Location verwandelt sich Sonntags Vormittags zusätzlich in einen kleinen kanarischen Markt, wo im lauschigen Schatten köstliche Inselprodukte angeboten werden. Unbedingt sehen! Der Ort Lajita hat sich in den letzten Jahre ebenfalls etwas gemausert und trotzdem geht es hier immer noch schön ruhig zu. Direkt am Meer findet man noch das typische kanarische Fischerort-Flair. Der kleine Ort liegt zwischen Costa Calma und Tarajalejo und Sie erreichen ihn mit dem Auto von Jandia aus in ca. 20 Minuten.

La Oliva – Eine reiche Gemeinde wie man rasch merkt.

La Oliva ist eine der sechs Gemeinden Fuerteventuras und Verwaltungszentrum. Es heißt, dass es hier vor langer Zeit viele wilde Olivenbäume gab und der Ort deshalb seinen wohlklingenden Namen hat. Mit seinem Hafen in Corralejo besitzt die Gemeinde La Oliva einen wichtigen Hafen, unter anderem mit schnellen Verbindungen nach Lanzarote und zu der unbewohnten Insel Los Lobos. Sie finden hier außerdem den Montaña de Tinday, der mit 401 Meter ü. NN der „Heilige Berg der Altkanarier“ war. Der jüngste Vulkan der Insel ist der „Montaña de Arena“. Vor tausenden von Jahren hat dieser zum vorerst letzten Male seine Lava bis nach Lajares geschickt und ein Land hinterlassen das man schlichtweg als Malpais (schlechtes Land) bezeichnet.

In La Olivia wird seit vielen Jahren im Tagebau das für die Bewässerung der Insel wichtige Picon (Lavagranulat) gefördert. Das Dünengebiet von Corralejo und die Insel Lobos stehen unter Naturschutz. Ein Besuch des in ca. 200 Meter Höhe liegenden Dorfes „Villaverde“ lohnt sich ebenfalls. Der regelmässig Feuchtigkeit spendende Nord-Ost-Passat sorgt dafür, dass diese Gegend reich an Vegetation ist – zumal der Picon oder Lapilli diese lebenswichtige Feuchtigkeit hervorragend speichern. Eine Eigenschaft, die im übrigen auch auf der Nachbarinsel Lanzarote den Weinanbau ermöglicht, der in den letzten Jahren zunehmend gute und international anerkannte Weine hervorbringt. Im „Museo Casa Marco“ in Villaverde können Sie die typischen Produkte Fuerteventuras – wie z.B. Kaktuslikör, Maulbeermarmelade, Ziegenkäse, Feigen und hübsche Töpferarbeiten – erwerben.

Am Ortsrand von Olivia sehen Sie einen alten Herrensitz „Casa de los Coroneles“ genannt, der vor 300 Jahren im spanischen Kolonialstil errichtet wurde – mit den üblichen Holzbalkonen, seitlichen Türme und über dem dem Wappen des Clans. Heute gehört das denkmalgeschützte Anwesen der kanarischen Regierung. Auch die Pfarrkirche „Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria“, die vor 200 Jahren errichtet wurde prägt das Stadtbild und beherbergt ein angeblich sehenswertes Bild des „Jüngsten Gerichts“. Das ist wie so oft Geschmacksache. Das Kulturzentrum „Centro de Arte Canario“ in der Casa Mané ist ebenfalls ein restauriertes Herrenhaus, das von Manuel Delgado Camino (Mané) für die Werke junger kanarischer Künstler gestiftet wurde. Stimmen behaupten, dass der weitläufige Garten der Casa Mané bereits ein eigenes Kunstwerk sei. Im Kornspeicher „Casa de la Cilla“ ist heute derweil ein Landwirtschaftsmuseum untergebracht, das „Museo del Grano La Cilla“.

La Pared – Eine kleine deutsche Anlage, die nicht mehr boomt.

La Pared liegt im Nordwesten der Halbinsel Jandia. An der wilden Westküste tummeln sich vor allem die Surfer. Hier haben viele Deutsche vor einigen Jahren ihre Häuser und Bungalows gebaut, die heute zum Teil zum Verkauf stehen. Ein großes Luxus-Hotel hatte schon mal versucht, hier seine Geschäfte zu machen – was jedoch nicht funktionierte. In jüngster Zeit startet eine neue Hotelkette den zweiten Versuch. Sie finden hier auch einen kleinen Golfplatz der Golfakademie Fuerteventura. Bekannt sind die Surfschulen in La Pared ansonsten gibt es hier kaum Geschäfte und dafür eine deutlich zu groß wirkende Promenade und breite Hauptstraße. La Pared ist eine extrem ruhige Ortschaft und beherbergt ein Restaurant am Meer. Am Strand von La Pared herrscht übrigens wie so oft an der Westküste ein starker Wellengang – zum Baden ist man daher besser in nahen Costa Calma aufgehoben. Die Fahr dorthin dauert ca. 10 Minuten.

Las Playitas – Ein feiner Ort auch für Sportler.

Las Playitas ist eine kleine Perle und liegt abseits der großen Touristenpfade in der Nähe von Gran Tajal im Südosten der Insel. Die reichen Bürger Fuerteventuras und der Nachbarinseln haben hier ihre Urlaubsdomizile. Meist restaurierte alte Fischerhäuser am dunkelsandigen Strand in einer ruhigen windgeschützten Bucht. In den Sommerferien, an Feiertagen und Wochenenden geht es hier recht lebendig zu. Mittlerweile entwickelt sich die Gegend jedoch zu einem Treffpunkt für Sportler.

Das errichtete Sport Ressort bietet hier vielen Profiathleten und Amateuren aus aller Welteine ideale Umgebung. Ob Hobbyläufer, Radfahrprofis oder Golfspieler. Auf dem 18 Lochplatz, zahlreichen Jogging-, Fahrrad-Routen und im großen olympischen Schwimmbecken gibt es genügend Abwechslung. Ein erstklassiges Fitness-Center und Tennisplätze stehen auch parat. Hier lässt sich ein sportlicher Urlaub auch hervorragend mit einer Privatunterkunft in einer nahe gelegenen Finca verbinden, die sie bei uns im Programm finden.

Morro Jable – Gemütliches Fischerdorf mit vielen Restaurants direkt am Meer und Strand ohne Ende.

Morro Jable wird gerne als ein kleines, idyllisches und altes Fischer- und Hafendorf angepriesen. Mittlerweile ist daraus schon ein recht großes Dorf geworden. Als Tourist nimmt man Morro Jable jedoch fast nur von der Promenade aus wahr und erkennt nicht, dass sich viele Häuser, Schulen, Parks, Supermärkte und Banken der Einheimischen mittlerweile weit hoch in die Berge ausgebreitet haben. Hier gibt es sogar eine kleine Notfall-Klinik – direkt gegenüber der Feuerwehr und dem großen Sportplatz mit der berühmten Ringkampf-Arena. Doch wenige Touristen laufen einmal die kleine Dorfstrasse hinauf und wieder herunter und durchstöbern die engen Gassen diese lebendigen Ortes.

Nur Mut. Es lohnt sich – denn hier findet man doch so einiges viel preiswerter, als auf der Touristenmeile in Jandia. Außerdem gibt es hier auch viele kleine Bars, Cafes und Restaurants, die man empfehlen kann. Nicht alle – man sollte schon wissen, welche sich positiv von den anderen unterscheiden. Der Italiener im Dorf hier, das neue arabische Restaurant dort. Aber für genauer Tipps sind wir ja da. Die meisten Gäste verweilen jedoch ganz entspannt direkt am Meer in einem der vielen urigen Fischrestaurants.

Direkt am Ortsrand beginnt der Traumstrand, der den Süden der Insel so beliebt macht. Über die Strandpromenade oder direkt am Meer entlang geht man von hier aus in ca. 15-20 Minuten ganz entspannt nach Jandia hinüber. Auf der Promenade führt der Weg eine Düne hinauf. und von dort aus haben Sie einen traumhaften Weitblick über „Playa de Jandia“ und den Atlantik. Im Hafen von Morro Jable starten nicht nur die Fähren nach Gran Canaria sondern auch viele schöne Ausflugstouren. Für Frühaufsteher bietet sich auch ein Besuch an, wenn die Fischer ihre Fänge am Pier ausladen. Direkt am Fischgroßmarkt können Sie mittags dann auch den fangfrischen Fisch genießen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Südlich von Morro Jable wird die Landschaft dann immer verlassener. Kurz vor dem Hafen führt eine Schotterstrasse nach „Punta de Jandía“ – der äußersten Spitze der Halbinsel, wo ein einsamer Leuchtturm die Küste markiert.

Pájara – Gediegener Wohlstand einer Verwaltungszentrale.

Pájara im Westen von Fuerteventura gelegen ist das Verwaltungszentrum für den Süden der Insel und verantwortlich für die Orte La Pared, Costa Calma, Jandia, Morro Jable, Cofete, La lajita und Ajuy. Das sind mitunter touristisch bedeutende Ortschaften, weshalb hier auch ein gewiser Wohlstand zu bemerken ist. Der Ortskern hat daher auch ein sehr hübsches und sauberes Erscheinungsbild und begrüßt den Reisenden mit – für Fuerteventura – üppigen Grünanlagen. Das Rathaus ist modern und ein großes öffentliches Freibad, was auf dieser trockenen Insel ein echter Luxus ist, gibt es ebenfalls. Die bekannte Wasserschöpfmühle direkt gegenüber der alten Kirche verweist auf eine andere Epoche. Beeindrucken ist auch das kunstvolle Holzportal der Kirche „Iglesia de Virgen de la Regla“. Paraja liegt in einem Tal und wird von ca. 600 Meter hohen Bergen umgeben. Vor dem Tourismus lebte man in dieser Gemeinde hauptsächlich von Viehzucht, dem Anbau von Weizen, Gerste und Kartoffeln. Die Esel und Kamele ließen die alten Wasserschöpfräder (Norias genant) und Getreidemühlen (Tahonas) ihre Arbeit verrichten. Ende des 18. Jahrhunderts sorgte dann der Abbau von Kalkstein als gebrannter Kalk für Reicchtümer . Er war ein wichtiger Exportartikel und wiederum etwas später kam die Herstellung des Karmin dazu. Auch als Cochenillefarbstoff bekannt. Ein roter Farbstoff, der von Larven der Schildlaus produiert wird, die wiederum auf den Opuntien gezüchtet wurden. Die Landwirtschaft spielt heute aber kaum noch eine Rolle und so erfreut man sich dagegen Jahr ein Jahr aus mehr an steigenden Touristenzahlen.

Pozo Negro – Auf dem Weg nach Süden ein erster Stopp.

Pozo Negro ist noch immer ein Geheimtip auch wenn dies schon von vielen anderen bereits im Internet kommuniziert wurde. Der kleine Ort ist absolut ruhig und liegt abseits in einer Talsohle entlang des Naturschutzgebietes und der dunkelschwarzen Lavafelder des Malpais (das schlechte Land). Vereinzelt trifft man hier Touristen, die sich für die Lavafelder interessieren oder einen Abstecher zu der alten, kanarischen Ruinenstätte La Atalayita machen. Wenn man eine Tour vom Süden in den Norden, oder vom Norden in den Süden der Insel macht, empfiehlt sich hier ein kleiner Stop in einem kleinen sehr ursprünglichen Restaurant direkt am Meer, das in ein altes Fischerhäuschen „gestreckt“ wurde. Der steinige Strand bietet einen wunderschöne Aussicht auf eine breite Atlantik-Bucht in der meist ein frischer Wind weht und die hervorragend zum Relaxen und Gedankenschweifen einlädt. Bekannt ist die einmal im Jahr stattfindende Landwirtschaftsmesse „FEAGA“. Oberhalb des Ortes Pozo Negro, dort wo die Staße zumDorf hinunter abbiegt. Wer in dieser Zeit die Insel besucht sollte unbedingt einen Abstecher dorthin machen. Es werden viele landwirtschaftliche Nutzfahrzeug, Tiere und kanarische Produkte präsentiert, eine Viehauktion, ein Melkwettbewerb und ein Pferderennen finden statt und man kann auch so manche kanarische Leckerei an einem der Stände direkt ausprobieren.

Puerto Rosario – Ein Mauerblümchen blüht so langsam auf.

Puerto del Rosario so nennt sich die Hauptstadt von Fuerteventura – der Hafen der Rosenkranzmadonna, der Virgen de Rosario und Schutzheiligen der Stadt. Das ist eindeutig poetischer als der ursprünglicher Gründungsamen von 1795 Puerto de Cabras „Ziegenhafen“. Die Stadt hat fast 30.000 Einwohner und zu ihr gehört der internationale Flughafen von Fuerteventura mit dem Kürzel FUE. Puerto del Rosario ist das Verwaltungs- und Handelszentrum für die Inseleinwohner und dank seines großen Gewerbegebietes und Hafen auch wirtschaftlich von großer Bedeutung.

Doch das ist nicht alles – auch künstlerisch und kreativ möchte man sich hier zeigen und so ist die Hafenpromenade mit kleinen Kunstwerken und Mosaikbänken verziert und befinden sich Skulpturen von Meeresschnecken. Die Kreisel in die Innenstad zeigen ebenfalls viele Kunstobjekte und die Museen Casa Museo Unamuno in der Calle Rosario und das Casa de Cultura möchten zusätzlich die Stadt kulturell positionieren. Dieses Museum trägt den Namen eines bekannten Dichters (Miguel de Unamuno), der einst als politisch Verfolgter nach Fuerteventur verbannt wurde und auch über seinen Ort der Verbannung dichtete, bekannt als ‚Oase in der Wüste der Zivilisation‘. Im Casa de Cultura finden regelmässig Ausstellungen von Künstlern Beachtung. Der Ort wrude erst spät gegründet. Im 18 Jahrhundert. Da man sich hier besonders vor Piratenüberfällen fürchtetet. Ende des 19. Jahrhunderts brachten englische Kaufleute den wirtschaftlichen Aufschwung: mit dem Handel von gebranntem Insel-Kalk. Im Gegenzug wurde englische Steinkohle importiert. Außerdem wurde hier die „Cochenille-Laus“ gezüchtet, die einen begehrten roten Farbstoff namens Karmin produzierte.

Der neue Handelshafen brachte Puerto de Cabras schnell Wohlstand und die Stadt wuchs rasch. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts ging es jedoch rasant bergab und 1930 wurde Fuerteventura sogar Verbannungsort. Neuen Aufschwung brachte dagegen eine neuer Hafen. Der Flughafen von Fuerteventura (Aeropuerto del Matorral), der seit den frühen 1970ern zunehmend von Linien- und Charterflügen angeflogen wird und heute viele Touristen aus ganz Europa bringt. Diese sehen jedoch die Stadt nie und fahren zu 90% in ihren Bussen und Taxis direkt in ihre Aufenthaltsorte. Dabei würde sich ein kleiner Ausflug durchaus lohnen. Denn Puerto Rosario bietet nicht nur viele gute Restaurants, hübsche Cafes und Bars sondern auch mit die besten Einkaufsmöglichkeiten auf der Insel. Dank zunehmendem Wettbewerb und kaum vorhandener Touristen stimmt hier ganz einfach noch das Preis- Leistungsverhältnis. Ein großes Einkaufscenter beherbergt zudem die in Deutschland so beliebte Marke Zara. Auch deren Mode kann hier zu deutlich günstigeren Preisen als in Deutschland erworben werden. Trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten passiert viel neues hier. Auch der Hafen bekommt wieder neuer Bedeutung, dank der Kreuzfahrtschiffe, die hier auf ihren „Kanaren-Routen“ einen Halt machen. So haben sich mittlerweile ein paar Bars und Restaurants entlang der Hafenpromenade fein rausgeputzt, aber auch etwas weiter oberhalb findet sich eine neue Fussgängerzone mit Einkaufsmöglichkeiten und vielen netten kleinen Bars. Und wer ca. 2 Kilometer vom Hafen aus in Richtung Süden fährt, findet dort einen kleinen, feinsandigen und sehr gepflegten Strandabschnitt, „Playa Blanca“ an dem gleichermaßen relaxt, gebadet und gesurft wird. Mit Ausblick auf das Hafen-Viertel von Puerto Rosario. Traum-Meer und Traum-Metropole? Nur an letzterem wird noch fleissig gearbeitet.

Tarajalejo – Hier zieht es jetzt die Einheimischen hin.

Tarajalejo liegt zwischen Costa Calma und Gran Tarajal im Süden von Fuerteventura. Dieser Ort wurde auch von einigen Deutschen früh entdeckt, die oberhalb des Dorfes ihre Häuser und Bungalows bauten. Diese wurden jedoch in den letzten Jahren zunehmend von Einheimischen erworben, denen es in Morro Jable und Costa Calma zu lebendig wurde, während manche Deutschen aus Altersgründen doch wieder in ihre Heimat zurückzogen oder deren Kinder und Kindeskinder die Feriendomizile nicht mehr benötigten. Das ehemalige Fischerdorf ist kaum touristisch geprägt – auch wenn vor kurzem hier ein kleines Hotel eröffnet hat. Die ehemalige Hauptstraße ist heute eine kleine Promenade, die zugegebener Maßen etwas schöner und gepflegter sein könnte. Die Palmen am Rande sind völlig vertrocknet und verwaist. Wir hoffen auf Besserung. Denn es ist sehr schön hier. Wunderschön ist der ursprüngliche Lavastrand aus dunklem Sand und Steinen. Der Ort hat außerdem eine Meerwasseraquarium und einen Reitstall aufzuweisen. Außerhalb des Ortes liegt westlich ein fruchtbares Tal und Richtung Süden eine kleine Bucht, die oft von Campingewagen heimgesucht wird.